Saisonstart fällt aus

Der Start der Segelfugsaison 2020 muss wohl verschoben werden, beziehungsweise er fällt aus. Eben habe ich zwei E-Mails erhalten, die das bestätigen.

Flugplatz Ohlstadt:

Der Bayerische Ministerpräsident hat heute (16. März) mitgeteilt, dass in Bayern ab sofort der Katastrophenfall gilt.

Zudem sind bayernweit die Beschränkungen noch einmal weiter ausgedehnt worden.

Das bedeutet, dass auch der gesamte Luftsportbetrieb in allen Disziplinen durch die Luftsportvereine ab spätestens diesem Zeitpunkt einzustellen ist!

Flugplatz Sisteron:

Late yesterday I received the FFVP communiqué inviting us to suspend our activities.

Despite my desire to allow each of us to fly, I believe it is wise and responsible to suspend our activity and contribute to our measure in the plan to slow the spread of the virus. I believe that in the current circumstances, it is essential that we protect our members, our employees and partners, their families and friends.

Therefore, the following measures are applicable as of today Monday 16/03/2020 with immediate effect and until further notice:

- Flights activity is stopped.
- The secretariat is closed.
- The workshop is closed.
- The ''Pegasus'' is closed.
- All scheduled meetings are cancelled.
- All courses and training are cancelled.

I count on the understanding of each of you and invite you to take the precautionary measures recommended by the health authorities. I hope that this measure will be of short duration and that we will all be able to share our passion together again within a few weeks.

President : Philippe GIRARDOT

Das ist natürlich sehr schade, aber wohl unumgänglich, um die Coronakrise in den Griff zu bekommen. Fraglich ist, was unsere Sisteronfahrer nun erwartet, da die Grenzen mehr oder weniger geschlossen sind, wird es wohl nicht so ganz einfach werden, überhaupt zurück nachhause zu kommen.

Ich wünsche allen Fliegerkameraden, bleibt gesund und seid vorsichtig, dieses Virus ist nicht nur für die Älteren gefährlich, also Hände waschen, Körperkontakte vermeiden und hoffen, dass dieser Alptraum bald vorbei ist.

Liebe Grüße an alle Fliegerkameraden, hoffentlich sehen wir uns bald wieder, hoch über den Alpen!

Über den Alpen
Über den Ötztalern

Abschied von Sepp Hintermaier

Josef Hintermaier
Josef Hintermaier

Wieder ist einer gegangen, den wir vermissen werden. Josef Hintermaier, Urgestein und Ehrenmitglied des Aero Club München, Vereinsvorstand über lange Jahre hinweg, Fluglehrer seit ewigen Zeiten und unvergessen in all seinen Aktivitäten für den Aero Club und das waren nicht wenige, ist Ende letzter Woche im 90. Lebensjahr verstorben.

Als ich 1973 zum Aero Club kam, war die "Blütezeit" vom Sepp eigentlich schon vorbei. Ich habe ihn nur noch als Fluglehrer kennengelernt, das aber nicht zu knapp. Seine robuste Art, die Ruderwirkungen des Doppel-Raabs zu demonstrieren werde ich nicht vergessen. Ich habe seine Schulung sehr genossen, war ich doch bei meiner Ausbildung zum Fluglotsen bei der Bundeswehr durch eine harte Schule gegangen, die der vom Sepp sehr ähnlich war.

Mit der Firma Scheibe Flugzeugbau, war er immer eng verbunden, viele von Scheibe gebaute Serienflieger hat er eingeflogen, bevor sie dann ausgeliefert wurden und auch im Verein war er ein steter Befürworter von Flugzeugen dieses Herstellers, die SF 27, zwei Spatzen oder der A-Falke, der später durch den Tandemfalken D-KHOO ersetzt wurde, bildeten bis Anfang der 70er Jahre das Grundgerüst des Flugzeugparks im Aero Club.

Man kann ohne zu übertreiben sagen, dass es den Aero Club München und seine Geschichte ohne sein Engagement nicht gegeben hätte. Als Vorsitzender führte er den Verein über lange Jahre, nach dem Umzug von der Fröttmaninger Heide nach Lange Haken bei Freising hat er sich um den Bau der Hallen auf dem neuen Fluggelände gekümmert.

Als Fluglehrer vom Dienst führte er zu seiner Zeit ein strenges Regiment. Wenn es am Start nicht so lief, wie von ihm erwartet, konnte man seine Stimme durchaus noch am entfernten Ende des Platzes deutlich hören. Auch als er sich vom aktiven Fliegen zurückgezogen hatte, ließ er sich noch oft am Flugplatz in Greiling sehen.

Fliegen war nicht Sepps einzige Leidenschaft, neben seiner Begeisterung für das Bergsteigen, fuhr er beinahe genauso gerne auf seiner urwüchsigen BMW über Stock und Stein, nahm auf dem Weg von Holzkirchen zum Greilinger Flugplatz gerne die Abkürzung über die Wiesen und Felder am Nordende des Platzes.

Nun hat unser Fliegerkamerad uns verlassen, er ruhe in Frieden, wir werden ihn nicht vergessen.

Die Bestattung findet am Montag, den 04. November 2019 um 12:45 Uhr auf dem Friedhof am Perlacher Forst statt. Wer ihm das letzte Geleit geben möchte, wird von der Familie gerne gesehen.

Absegeln 2008-1Absegeln 2008-2

Am 25.10.2008 habe ich diese Aufnahmen von Sepp beim Absegeln in Greiling gemacht.

Sieger ist er zwar nicht geworden, aber er hat, wie fast immer einen vorderen Platz belegt.



back on deck

Anflug EDNX
back on deck

Heute am 06. Septbember 2019 war es endlich so weit. Nach etwas mehr als 2 Jahren bin ich wieder mal in der Luft gewesen. Zusammen mit Volker, dem Aubilei des AC München habe ich gegen 14:30 Uhr die Tore des Flughangars in Oberschleißheim geöffnet und die Dimona D-KAVZ ans Tageslicht befördert.

Nach den üblichen Vorbereitungen rollten wir sodann zur Piste 07, bei nicht gerade guten Wetterbedingungen. Es war diesig und von Westen dräute eine Regenfront, aber für ein paar Platzrunden war das Wetter gut genug. Zugegeben ich war etwas nervös, viele Fragen drängten sich auf. Würde die erzwungen Flugpause nicht zu lang sein? Konnte ich die ehemals vorhandenen Automatismen wieder auf Anhieb abrufen? Und vor allem, würde es mir Spaß machen und den Wunsch nach Wiederaufnahme meiner Fliegerkarriere erneut wecken?

Schon beim abarbeiten der pre-take-off Checkliste musste ich feststellen, dass ich die Anordnung der diversen Hebel nicht mehr genau kannte. Was war jetzt gleich der Knopf für den Choke? Links oder rechts von der Kühlluftklappe? Ach ja, rechts der Hebel für die Radbremse und links der Choke. Wie bedient man das kompliziert aussehende Garmin Navi? Alles nicht mehr so sicher gespeichert.

Aber mit Hilfe von Volker kam bald alles wieder zurück. Vor dem Start noch mal Checkliste und dann langsam Vollgas geben, anders als bei den Werdenfelser Turbo-Dimonas durfte man das mit der D-VZ, der Motor lief ohne Zögern hoch, etwas Seitenruder rechts um das Drehmoment des Propellers auszugleichen und dann waren wir auch schon in der Luft.

Die Platzrunde hatte ich nur noch rudimentär im Gedächtnis insbesondere die Hochspannungsleitung fand ich nicht auf Anhieb, an der man im Querabflug entlang fliegen sollte, die Sicht war auch nicht so toll, dass sie einem sofort ins Auge fiel. Den Schlenker um den kleinen Badesee im Gegenanflug wußte ich noch, danach mit 230° bis zur Straße nach Dachau und dann Südkurs für den Queranflug, schließlich die 5 Punkte im Kopf für den Sinkflug wieder ins Gedächtnis rufen:

1. Benzinpumpe ein

2. Vergaservorwärmung

3. Gas raus

4. Propeller kleine Steigung

5. Fahrt auf Anfluggeschwndigkeit reduzieren und Trimmung entsprechend einstellen

Die erste Landung war, na ja, eine meiner Zweitbesten. Dann Vorwärmung aus, Vollgas...

...der Flieger haute erst mal ab nach links, verdammt, Seitenruder vergessen, Volker muss etwas mithelfen, aber schon waren wir wieder in der Luft und ich hatte den Flieger wieder im Griff. Noch mal die große Platzrunde, dieses Mal schon sicher und auch die diversen Handgriffe gingen schon wieder flüssiger und mein Sicherheitsgefühl kehrte langsam zurück.

Die zweite Landung war dann in etwa einem Meter über dem Boden zu Ende, Volker hat es ausgehalten ohne einzugreifen und ich bekam etwas rote Ohren, die man Gott sei Dank wegen der Kophörer nicht sehen konnte. Gleich wieder durchstarten, dieses Mal hielt ich den Flieger schon besser in der Spur, eine kurze "Platzrunde" südlich des Platzes, auf anderen Verkehr achten, eine Cessna mit einer Notlandeübung vor uns, eine im langen Endanflug hinter uns, das alles verursachte etwas Stress, aber die dritte Landung gehörte dann schon wieder zu meinen besseren und nach der letzten, dritten großen Platzrunde mit einer durchschnittlich guten Landung war mein Bedarf erst mal gedeckt.

Zurück zum Vorfeld, noch zeigen lassen, wie das mit der Tankstelle funktioniert, dann den Flieger zurück in die Halle schieben, Hallentore zu, Papierkram ausfüllen und schon hatte dieser erste Flugtag nach langer Zeit sein glückliches Ende gefunden. Demnächst werde ich Volker oder auch Ralph noch mal bitten, mit mir ein paar Platzrunden zu fliegen, bevor ich mir das auch alleine wieder zutraue. Dann fehlt nur noch der Prüfungsflug mit einem Prüfer des Luftamts und meine Mose-Lizenz ist wieder gültig. Halt, eines muss noch erledigt werden, die "Zuverlässgkeitsüberprüfung", die angeblich erforderlich ist, um zu verhindern, dass Terroristen ohne Pilotenschein über der Stadt rumfliegen. Na ja, wenn es der Sicherheit dient...

...ich habe mich ja bei der Einführung dieser überflüssigen Maßnahme derart darüber aufgeregt, dass ich die Klassenberechtigung Motorsegler persönlich im Luftamt abgegeben habe und die FAA-Lizenz erwarb, mit der ich dann auch ohne geprüfte Zuverlässigkeit einige Jahre Motorsegler fliegen durfte, nur um zu beweisen, dass diese Überprüfung eigentlich auf den Misthaufen der Geschichte gehört.

Mittlerweile bin ich wohl altersmilde geworden und lasse die Prüfung meiner Zuverlässigkeit in Gottes Namen über mich ergehen, denn das Mosefliegen hat ja schon seine Vorteile, insbesondere wenn man nicht einen kompletten Tag auf dem Flugplatz verbringen will oder kann, nur um ein paar Stunden mit dem Segelfliegen zu verbringen.

Mein Dank noch an Volker für seine Geduld und Anleitung, bis zum nächsten Mal, servus!


Good News

Was lange währt, wird endlich gut. Heute ist endlich mein neues Medical angekommen, einer Fortsetzung meiner Fliegerkarriere steht also nichts mehr im Weg. Jetzt heißt es die Voraussetzungen für die Gültigkeit des Flugscheins wieder zu erfüllen.

Wie ich das machen werde, weiß ich noch nicht genau, aber dass es weiter geht, das habe ich schon entschieden. Bis bald also, ich werde berichten, wie es weiter geht.


Coppa Internazionale del Mediterraneo - 2019

CIM 2019
CIM -2019 Rieti

Seit vielen Jahren gibt es diesen hochklassigen Wettbewerb schon, der in Rieti, einem Flugplatz ganz nahe an der ewigen Stadt ausgetragen wird. Hochklassig, weil alle drei Klassen, Offene, 18m und Mixed mit hochkarätigen Piloten besetzt sind.

Zweimal hat unser Arne mit seiner JS1-C schon teilgenommen, beim ersten Mal in der Offenen, beim zweiten Mal in der 18m Klasse. Auch dieses Jahr ist er wieder mit von der Partie und wir wollen ein wenig über ihn und seine Flüge berichten.

Der 1. Wertungstag, Sonntag, 04. August 2019

425 km racing task über 2 Wenden, beide liegen im Appenin, wo sonst. Die 1. Wende liegt bei Roccamandolfi, 150 km südöstlich von Rieti. Wikipedia weiß dazu: Roccamandolfi ist eine italienische Gemeinde mit 920 Einwohnern in der Provinz Isernia in der Molise. Die Gemeinde liegt etwa 14,5 Kilometer südöstlich von Isernia und grenzt an die Provinzen Campobasso und Caserta. Die 2. Wende, Capodaqua liegt ca. 60 km nördlich von Rieti, von dort geht es dann mit Vollgas zurück zum Ausgangspunkt.

Alle Teilnehmer der 18m-Klasse bis auf einen bewältigen die relativ große Strecke mit teilweise phantastischen Schnitten. Der Sieger des Tages Alvaro d´Orleans ist mit 134,8 km/h der Schnellste, und lässt den Zweitplatzierten satte 6 km/h hinter sich. Arne belegt mit 122,16 km/h Platz 10 und fährt damit 822 Punkte ein, das ist bei der Besetzung ein sehr respektables Ergebnis.

Los geht´s
Los geht´s zum 1. Wertungstag

2. Wertungstag, Montag 05.08.2019

Heute geht es noch etwas weiter als gestern, 455 km stehen auf dem Zettel für die 18m-Klasse. Wenden bei Monteroduni, ganz in der Nähe der gestrigen ersten Wende und Gualdo ca. 90 km nördlich von Rieti, zu Gualdo weiß Wikipedia: Gualdo ist eine Gemeinde mit 850 Einwohnern in der Provinz Macerata in den Marken. Die Gemeinde liegt etwa 26,5 Kilometer südwestlich von Macerata, gehört zur Comunità montana dei Monti Azzurri und grenzt unmittelbar an die Provinz Fermo.

Der strahlende Tagessieger Alvaro de Orleans von gestern muss heute eine herbe Enttäuschung verdauen, nach knapp 154 km, kurz nach der 1. Wende muss er den Motor seiner ASH 31 Mi ziehen und belegt am Abend des Tages nur den 17. Platz. Tagessieger wird Thomas Gostner aus Bozen, der ja auch schon erfolgreich an Weltmeisterschaften teilgenommen hat, mit einem Schnitt von 108,59 km/h, knapp vor Ugo Pavesi mit 107,67 km/h. Arne wird mit 92,02 km/h wieder Zehnter und weil de Orleans natürlich weit zurückgefallen ist, rückt er in der Gesamtwertung auf Platz 9 vor. So kann es weiter gehen!

Nach zwei Tagen führt Thomas Gostner das Feld an mit 1.858 Punkten an, gefolgt von Giorgio Galetto, auch ein alter Haudegen, Weltmeister 1999 in der 15m-Klasse in Bayreuth, unter anderem hat er 2011 den Sailplane Grand Prix auf der Wasserkuppe gewonnen, und Roberto Pinato, beide fliegen für Prealpi Venete - Thiene. Arne liegt mit gesamt 1.597 Punkten durchaus noch in der Schlagdistanz.

Thomas Gostner
Thomas Gostner
day 3
Tagesaufgabe 3. Wertungstag

3. Wertungstag, Dienstag 06.08.2019

Heute werden in den Wetterberichten des Internets um 17:00 Uhr noch 31°C von Rieti gemeldet. Keine oder fast keine Wolken, Luftfeuchtigkeit 34%. Das scheint kein einfacher Tag für die Segelflieger zu werden. Der letzte Teilnehmer der 18er ist kurz nach 15:00 Uhr gestartet, da heißt es sich sputen, wenn man die Strecke schaffen will. Die Aufgabe für die 18m-Klasse, 415 km racing task mit 2 Wenden. Wende 1 Roccaraso in der Provinz L’Aquila in den Abruzzen. Die Gemeinde liegt südöstlich von L’Aquila im Nationalpark Majella. Wende 2 Costacciaro nordöstlich von Perugia.

Fast alle Teilnehmer sind in der Zeitwertung, nur eine, Patrizia Roilo war nach nicht mal 10 km schon draußen. Tagessieger wurde der Däne Arne Boye-Møller mit 123,88 km/h, hauchdünn vor Bert Schmelzer aus Belgien, es folgen Giorgio Galetto und Thomas Gostner auf den Plätzen 3 und 4. Arne hat sich mit 102,29 km/h 670 Punkte geholt und ist auf dem 12. Tagesplatz gelandet.

In der Gesamtwertung ist er weiterhin 9. 20 Punkte hinter Corrado Costa und 19 Punkte vor Alois Baumgartner. Es führt weiterhin Thomas Gostner, knapp vor Galetto und Boye-Møller, das wird ein spannendes Rennen morgen. Das Mittelfeld liegt sehr eng beieinander und ein herausragender Tag oder auch in Katastrophentag kann die Platzierung ganz leicht zum Guten oder Schlechten verändern. Das Bild des Tages zeigt den 2. Wendepunkt Costacciaro.

Costacciaro
Costacciaro

4. Wertungstag, Mittwoch 07. August 2019

Erstmals eine AAT-Aufgabe,im Mittel 236 km, die kleinste Strecke wäre 148 km, die größtmögliche 324 km. Die südliche Wende liegt nur 36 km von Rieti entfernt, die nördliche, Col Santangelo, gemeint ist nicht der Alpenpass bei Misurina,zwischen den Tre Cime und der Cadinigruppe, sondern ein kleiner Hügel 115 km im Norden von Rieti.

Der Tag ist gelaufen und der Schweizer Stefan Sidler ist der Tagessieger mit sagenhaften 137,08 km/h über 308 Kilometer, zweiter wurde Bert Schmelzer aus Belgien und dritter Werner Danz, ebenfalls ein Schweizer, beide kaum langsamer. Arne dürfte mit dem heutigen Resultat nicht sehr zufrieden sein, mit 94,89 km/h über 227 km belegte er nur den 16. Platz.

In der Gesamtwertung übernahm Giorgio Galetto die Führung, knapp vor Thomas Gostner, Dritter ist Bert Schmelzer. Arne fällt zurück auf Platz 12. Kein Grund zu verzweifeln aber in den nächsten Tagen hoffen wir doch auch mal auf einen "Ausrutscher" nach oben, das Zeug dazu hat er auf jeden Fall.

Das Photo des Tages zeigt das Mixed Feld vor dem Start, das sich in der Unterseite einer Tragfläche spiegelt.

Starterfeld
Die Mixed Klasse am Start

Heute ist Ruhetag

Keine Task heute. Vermutlich wegen des Wetterberichts, der allgemeine Wetterbericht von wetter.com hört sich so an:

In Rieti ist es am Morgen vielfach wolkig, gebietsweise kann sich auch die Sonne durchsetzen bei Temperaturen von 16°C. Im weiteren Tagesverlauf ist es bedeckt und das Thermometer klettert auf 31°C. Abends ist es in Rieti wolkenlos bei Temperaturen von 22 bis 29°C. Nachts ist es wolkenlos bei Werten von 19°C.

Das folgende Foto habe ich auf Facebook gefunden. Es zeigt warum heute nicht geflogen wird. Für Morgen ist wieder blauer Himmel und Temperaturen von etwas über 30° vorhergesagt, wir können also wieder mit einem Wertungstag rechnen.

Rieti
Rieti unter Wolken

5. Wertungstag, Donnerstag, 09. August 2019

Task, 5. Wertungstag

Heute geht´s weiter, die Aufgabe führt zuerst nach Südosten, dann 190 km nach Nordwesten, alles im Bereich der Abruzzen. Auf Facebook habe ich jetzt ein paar Fotos von Arne und seiner Crew gefunden. Vom Flug berichten wir heute abend.

Giorgio Galetto baut seine Führung aus, ein wertvoller Tagessieg mit 139,97 km/h sorgt für jetzt 102 Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Bert Schmelzer, gefolgt von Thomas Gostner und Arne Boye-Møller. Arne hat sich sehr respektabel geschlagen, mit 117,48 km/h kehrt er zurück auf Platz 11, nur 6 Punkte hinter Roberto Romano.

6. Wertungstag, Freitag, 10.08.2019

Auch heute gibt es wieder eine racing task mit zwei Wenden, die erste ca. 105 km im Südosten, die zweite dann ebenfalls etwa 105 km im Nordosten, zusammen ergibt das 407 km.

Um kurz nach 18:00 Uhr sind bereits 3 Ergebnisse in der Wertung, unter anderem wird Arne mit 118,36 km/h gemeldet. Der fürhrende Giorgio Galetto hat 10 km/h mehr erzielt, 128,15 km/h wird aber heute nicht Tagessieger werden, denn der dritte jetzt schon gemeldete Flug von Bert Schmelzer war  um einen Hauch schneller mit 138,42 km/h.

Es muss ein schwieriger Tag gewesen sein, Roberto Pinato ist kurz vor dem Ziel außengelandet, De Orleans hat schon nach 260 km den Motor benutzt und Patricia Roilo kam nur 152 km weit. Auch den bisher Drittplatzierten Arne Boye-Møller hat es nach 290 km erwischt, ebenso Corrado Costa nach 281 km und den zweiten deutschen Teilnehmer in der 18m-Klasse Mathias Münch nach 255 km.

Guiseppe Dal Grande übernimmt die Führung mit 129,21 km/h, die Ergebnisse tröpfeln nur langsam rein, Arne ist derzeit Sechster. Noch fehlen sieben Meldungen.

Task cancelled!!

So steht es bei soaringspot.com, der Grund wurde auf Facebook genannt:

Today a collision occurred between two gliders. One of them was able to fly back to Rieti using self sostainer engine, the other pilota launched with a parachute, landing totally unhurt. Now they are at the bar talking friendly about the accident. Due this reason today's race is cancelled. Tomorrow briefing at 10.30.

Zu deutsch: Heute sind zwei Flugzeuge kollidiert. Ein Pilot war in der Lage nach Rieti zurück zu fliegen, der andere rettete sich mit dem Fallschirm und blieb unverletzt. Jetzt sitzen beide beteiligten Piloten an der Bar und unterhalten sich freundlich über den Unfall. Glück im Unglück also. Das Rennen für den heutigen Tag wurde abgebrochen. Morgen ist das Briefing um 10:30 Uhr.

Wer betroffen war, wurde noch nicht bekannt gegeben. Arne jedenfalls war nicht betroffen, er hat ja ein respektables Ergebnis erzielt, auch wenn es dafür heute keine Punkte gibt. Das Foto des Tages zeigt den interessierten Pilotennachwuchs.

Piloennachwuchs
Der Nachwuchs beobachtet den Start

7. Wertungstag, Samstag, 11.08.2019

Tasknummer7
Tagesaufgabe 7. Wertungstag

Heute geht es trotz des Unfalls von gestern wieder weiter, die Aufgabe ist anspruchsvoll wie immer, das Wetter gut, also auf geht´s Arne!

Der Tag ist gelaufen. Bert Schmelzer fährt den nächsten Tagessieg ein, vor Stefan Sidler, Arne Boye-Møller und Giorgio Galetto. Arne hat sich bis fast zur letzten Wende gut geschlagen, hatte den vor ihm abgeflogenen Arne Boye-Møller zwischenzeitlich sogar aufgeholt und war lange Zeit zusammen mit Boye-Møller und Galetto. Dann hat er sich etwas verbastelt und mußte die beiden wieder ziehen lassen. Trotzdem ein ansprechender Tagesplatz 9 ist rausgesprungen.

Thomas Gostner und Alois Baumgartner, die Vereinskollegen vom AeC Bolzano sind offenbar die beiden Unglücksraben des Vortages und wohl deshalb heute nicht gestartet. In der Gesamtwertung hat der Belgier Schmelzer kräftig aufgeholt auf Galetto und liegt nur noch 21 Punkte hinter Giorgio. Das wird ein spannendes Finale werden. Arne Boye-Møller als Dritter liegt 246 Punkte zurück und hat wohl nur noch wenig Chancen die Championship zu gewinnen.

Arne liegt nur 24 Punkte hinter Sandro Montemaggi auf Platz 11. Wenn Arne morgen noch mal so gut fliegt wie heute, dann könnte er Gostner und mit etwas Glück auch Montemaggi noch überholen. Platz 9 ist also drin und das wäre ein sehr respektabler Platz fur unseren Werdenfelser Buben!

 

Das Bild des Tages zeigt schöne Cumuli schon vor dem Start.

Hammerwetter
Hammerwetter in den Abruzzen

8. Wettbewerbstag, Montag, 12.08.2019

Heute gibt es die zweite AAT-Aufgabe des Wettbewerbs. 414,88 km, Minimum 327,58 km und Maximum 414,88 km, Mindestzeit 3:15:00 Stunden. Das wird noch mal richtig spannend, die taktische Geschicklichkeit der Piloten wird bei dieser Aufgabenart auf die Probe gestellt. Wir freuen uns schon auf die Ergebnisse.

Beim heutigen Briefing spendierte Mattia Costa (15) ein Kilo Eiscreme für die beiden Piloten, die in die Kollision gestern verwickelt waren. Aldo hat noch einiges zum gestrigen Unfall bekannt gegeben. Einer der beiden Piloten war im Briefing dabei, der andere ist auf dem Weg zum Mont Vettore um eventuell noch einige Instrumente aus seinem Flugzeug zu retten.

Die Wettervorhersage für den Tag:

Ezio Sati, our meteo man, announced ceiling cumulus at 4000m in the south area and over Gransasso, Gorzano, Vettore there will be a long confluence with weak winds from the east, on the east side of the Apennines , and weak winds from west, on the west side. Max temperature today will be around 37 degrees with 30% of humidity at 11am and 18% at 2pm, QNH is about 1014 hPa. Take offs at 12.45. Area tasks of 2.30 hours and 3.15 hours.

Auf Facebook ist ein Video hochgeladen worden, das ich etwas bearbeitet und mit eigener Musik unterlegt habe. Die Aufnahmen stammen von der Mannschaft der MR, Guiseppe und Roland. Das Foto des Tages zeigt den derzeit Drittplatzierten Arne Boye-Møller bei den Startvorbereitungen.

AB
AB bei den Startvorbereitungen für den 8. WT

Vielleicht noch ein paar Wort zur Advanced Area Task (AAT) was auf deutsch soviel wie erweiterter Aufgabenbereich heißt. Für manche ist das ja noch immer ein Begriff, mit dem sie nichts anfangen können. Daher mal eine kurze Erklärung:

In einer AAT werden um die festgelegten Wendepunkte konzentrische Kreise, zuweilen auch Halbkreise mit einem festen Radius gelegt, z.B. wie in der heutigen Aufgabe 12 km um den ersten, 15 km um den zweiten und 13 km um den dritten Wendepunkt.

Jeder Pilot kann nun an einem beliebigen Punkt innerhalb dieser Kreise seine persönliche Wende hinlegen. Daher ergeben sich unterschiedliche Streckenlängen, beim heutigen 8. WT irgendwas zwichen 337,58 km und 493,05 km, je nachdem wie sich der Pilot entscheidet.

Damit es nicht zu einfach wird, es könnte ja jeder einfach die kürzestmögliche Strecke fliegen, legt man eine Mindestzeit fest, bei deren Unterschreitung es Minuspunkte gibt. Fliegt man bei der heutigen Aufgabe die kürzestmögliche Strecke, so muss man darauf achten, dass man "nicht zu schnell" ist, sprich weniger als die 3 h 15 min für die Aufgabe braucht. Es gibt also vieles zu überlegen während man die Aufgabe fliegt.

Wer sich für das Optimum entscheidet, nämlich möglichst schnell und möglichst weit zu fliegen, der wird den Tagessieg erringen.

Der Tag scheint schlechter zu sein, als der Meteorologe vermutet hat. Mitlerweile (18:20 Uhr) sind bereits 4 Meldungen für die 18m Klasse eingegangen. Mit Außenlandungen (bzw. Motornutzung) hat es der Reihe nach erwischt, Patricia Roilo nach nur knapp 7 km, Werner Danz mit 85 km das wird ihn viele Punkte und Plätze kosten.

Sandro Montemaggi musste nach 124 km die Segel streichen, er ist bisher nur wenige Punkte vor Arne, das könnte gut für Arne sein. Alessandro Vila zündet nach 134 km den Turbo. Bisher als Einziger mit einer Speedwertung Guiseppe dal Grande (LH) 371 km mit 103,86 km/h. 18:50 Uhr, Arne ist zuhause, mit einem Schnitt von 93,26 km/h über 336 km, damit hat er sich Sandro Montemaggi auf jeden Fall geschnappt. Roberto Pinato ist mit 93,27 km/h und 336 km praktisch genauso schnell und so weit geflogen wie Arne und wird die gleichen Punkte bekommen, wie auch Jon Gatfield mit 93,20 km/h und 378 km.

Das Feld wird am heutigen Tag ziemlich durcheinander geschüttelt, einige auf den vorderen Plätzen haben keine Speedwertung erzielt und verlieren viele Punkte.

Giorgio Galetto ist zuhause mit 94,9 km/h über 370 km, Arne Boye-Møller erzielt nur 88,85 km/h mit 369 km und verliert etwas auf Rang 2 in der Gesamtwertung. Corrado Costa beendet den Tag mit 209 km. Wir warten gespannt auf Bert Schmelzer!

Der Belgier ist zuhause und hat die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Mit 97,73 km/h über 371 km hat er Giorgio überholt. Arne teilt sich Tagesplatz 4 mit Pinato und Gatfield. in der Gesamtwertung springt er gleich um vier Plätze nach oben und ist Siebter. Da wird er heute wohl besonders gut schlafen.

Rieti - 2019

Das versprochene Video von Rieti


9. Wertungstag, Dienstag, 13. August 2019

Heute gibt´s wieder eine AAT-Aufgabe. Das Wetter schwächer als in der letzten Woche, daher "nur" 215 km mit Minimum 180 km und Maximum 320 km, Mindestzeit 2 h 10 min. Gelingt es Arne, sich auf dem 7. Platz zu halten? Vielleich sogar noch weiter vor zu kommen? Wird sich Giorgio die Führung zurückholen? Spannung ist garantiert!

Die Bilder vom Start sind nicht gerade ermutigend, das wird ein schwieriger Tag, wahrscheinlich noch schwieriger als der gestrige und der war schon nicht gut.

Wir melden uns wieder heute abend.

Live-Ticker:

17:10 Uhr - Wow - Arne ist als erster zurück, also auf soaringspot, 114,36 km/h über 248 km! Das fühlt sich gut an, allerdings ist er 7 Minuten zu schnell gewesen, die Mindestzeit war 2 h 10 min, gebraucht hat er 2 h 03 min, Alvaro d´Orleans war nach knapp 42 km auf den Motor angewiesen, Patrizia Roilo schon nach 13 km. Die beiden sind zwar für das Ergebnis nicht relevant, aber Alvaro zählt schon zu den guten, erfahrenen Piloten. Hach, ich halt´s nicht aus vor Spannung!

17:20 Uhr - Jetzt plätschern die Ergebnisse rein, führend Stefan Sidler 117,46 km/h, dann Arne vor Galetto 113,64 km/h (!), dahinter Werner Danz mit 113,33 km/h, gefolgt von Boye-Møller 112,54 km/h und Jon Gatfield 107,63 km/h.

17:50 Uhr - Neuer Führender Guiseppe dal Grande mit 117,67 km/h, Montemaggi, Pavesi, Münch, Villa und Costa sind zuhause, alle mit schwächeren Schnitten, von Pinato und Romano fehlt noch der Zielüberflug, Arne ist auf Platz 3, es fehlt noch das Resultat des Gesamtführenden Bert Schmelzer.

18:40 Uhr - Bert Schmelzer ist endlich in der Wertung, mit 93,61 km/h wird er allerdings nur Zehnter. Damit übernimmt Giorgio Galetto wieder die Führung mit gesamt 6.675 Punkten und hat 167 Punkte Abstand zu Schmelzer. Das ist nicht uneinholbar, also kommt es morgen zum finalen Kampf, vorausgesetzt es gibt überhaupt noch einen Wertungstag.

Arne hat seinen 7. Platz in der Gesamtwertung souverän verteidigt. Daraufhin hat er ein großes Bier bestellt und prompt eine frische Mass bekommen. Die Italiener wissen halt, was Deutsche unter einem großen Bier verstehen.  Das Foto des Tages:

Ridge Riding
Ridge Riding

10. Wertungstag, Mittwoch, 14.08.2019

Letzter Tag, letzte Chance, eine kleine AAT-Aufgabe 240 km, man will wohl sicherstellen, dass alle Teilnehmer am abendlichen Abschiedsdinner teilnehmen können. Nichtsdestoweniger wird sich erst heute entscheiden, wer der neue Champion wird.

Beste Chancen hat der Ex-Weltmeister der 15m Klasse Giorgio Galetto, wenn er keine groben Fehler macht, wird ihm der Sieg nicht zu nehmen sein. Einziger Konkurrent ist Bert Schmelzer aus Belgien, der nur wenige Punkte hinter ihm liegt.

Finale
Finale

Der letzte Wertungstag ist gelaufen. Alle sind wohlbehalten nachhause gekommen und so kann das Abschlußdinner wie vorgesehen seinen Lauf nehmen. Zehn Tage voller Hoffnungen und Enttäuschungen, Triumphen und Niederlagen, zehn Tage voller herrlicher Bilder von phantastischen Flügen sind vorbei.

Doch lasst uns noch erzählen, wie der letzte Tag abgelaufen ist.
Am 1. Wertungstag hieß der Sieger Alvaro de Orleans und am letzten Tag hat er sich mit einem Schnitt von 125,65 km/h noch einmal einen Tagessieg geholt. Bert Schmelzer, der hartnäckigste Verfolger von Giorgio Galetto wurde Zweiter mit 121,03 km/h, knapp vor...
...Arne Neumayr, der seine ansteigende Form mit dem dritten Platz und 119,76 km/h bestätigte. Giorgio Galetto wurde "nur" Sechster mit 112,94 km/h, doch das reichte, um den ärgsten Konkurrenten um den Gesamtsieg auf Distanz zu halten.

Der verdiente Champion des Coppa Internazionale del Mediterraneo 2019 von Rieti heißt Giorgio Galetto, herzlichen Glückwunsch dazu aus dem fernen Germania.

Giorgio Galetto

Arne konnte seinen sehr respektablen 7. Platz halten und wird wohl sehr zufrieden zurückkehren in die Heimat. Das Gesamtergebnis lautet wie folgt:

Wir beenden unsere Berichterstattung mit einigen Fotos und einem Video  vom letzten Wertungstag, die uns von Tom Wetzel zugeschickt wurden und hoffen, es hat etwas Anklang bei den Besuchern dieser Website gefunden.

Wir wünschen allen Segelfliegern noch schöne Flüge in der auslaufenden Saison. Bis bald mal wieder, wenn es heißt: Fertig zum Start, Seil anziehen....



Gewitter über Bruckmühl

Heute an Fronleichnam hat es endlich mal ein richtiges, sattes Gewitter über Bruckmühl gegeben, teilweise kam der Regen seitwärts daher und ein paar kleine Hagelkörner waren auch darunter. Ich habe nach langer Zeit mal wieder meine Videokamera ausgepackt und draufgehalten.

Mit ein wenig Musik unterlegt, zeige ich, wie ich das bei uns rund ums Haus ausgewirkt hat.

Fronleichnamsgewitter

Lange Zeit nichts mehr gehört?

Hallo Freunde,

lange Zeit habe ich nichts mehr von mir hören lassen und auch jetzt hab ich nur eine kurze Nachricht. Demnächst besuche ich wieder den Fliegerarzt, von seinem Urteil hängt es ab, ob ich ab Mitte Juni, nach fast zwei Jahren erzwungener Pause, wieder anfange mit dem Segelfliegen.

Bis dahin bitte ich um Geduld, wenn ich wieder in der Luft bin, folgen auch wieder Berichte und Fotos der schönsten Freizeitbechäftigung, die ich mir vorstellen kann.

So lange noch ein paar Fotos vom Pfingstwochenende an dem hier rund um unser Haus alles blüht und gedeiht!

Osterbesuch

Gestern, am Sonntag, den 31. März 2019 besuchten wir unsere Freunde und früheren Nachbarn an ihrem Zweitwohnsitz in Siegsdorf, der Heimat des frischgebackenen Skisprungweltmeisters von der Großschanze, Markus Eisenbichler.

Anlaß war der traditionelle Ostermarkt, von dem wir einige Bilder mitgebracht haben. Nichts weltbewegendes, aber schön war´s doch, die ehemaligen Nachbarn und Freunde wieder einmal zu sehen.

Saisonbeginn 2019

Die Flugsaison 2019 hat bereits begonnen, leider bin ich derzeit nicht in der Lage, darüber zu berichten. Meine gerade erst überstandene Augenoperation zwingt mich zu Zurückhaltung. Sobald die Folgen der OP ausgeheilt sind, melde ich mich wieder mit Berichten zur Fliegerei, versprochen!



November Impressionen

Mangfall
An der Mangfall

Bei milden 14°C zeigt sich das Mangfalltal von seiner schönsten Seite. Klare Luft, blauer Himmel und herbstliche Farben, toll!

Unser Spaziergang führt über die Fußgängerbrücke in Bruckmühl, ein Stuck an der Mangfall entlang Richtung Osten, dann drehen wir ab nach Süden, durch ein kleines Wäldchen, dann öffnet sich das gesamte Alpenpanorama vor unseren Augen. Von er Kampenwand im Südosten, über den Heuberg und der Pyramidenspitze des Zahmen Kaisers, schweift der Blick weiter nach Südwesten zur markanten Spitze des Wendelsteins, Rotwand und die Tegernseer Berge leuchten in der jetzt schon tiefstehenden Sonne herüber.

Schon bald wird der erste Schnee die Berge in glänzendes Weiß hüllen. Dann wird es Zeit die Winterstiefel aus dem Keller zu holen und die Ohrenwärmer nicht vergessen. Noch aber kann man in lockerer Übergangsbekleidung die fulminante Landschaft der bayerischen Alpen genießen. Die staade Zeit kommt noch früh genug, in der man dann am kuscheligen Kachelofen sitzen und die Bilder des vergangenen Jahres betrachten kann.

Schön ist es, unser Bayern, das erinnert mich an einen Prediger der aus Montana in den USA angereist war und einen Vortrag hier in München hielt. Er erzählte ganz launig von seinen Kontakten mit Gott, meinte er würde mit ihm sprechen, wie am Telefon. Hier in Bayern wäre das ja noch nicht mal besonders teuer, weil es sich ja um ein Ortsgespräch handeln würde.

Recht hat er, unser Bayernland ist nahe dran am Paradies und wir sollten dem Herrn, wenn es ihn denn wirklich gibt, hin und wieder mal danken für das Privileg, hier leben zu dürfen.

Goldener Oktober

Der goldene Oktober verabschiedet sich mit einem leichten Föhn. Auf dem nachmittäglichen Spaziergang an Halloween zeigen sich die Alpen von ihrer schönsten Seite. Die Pyramidenspitze des Zahmen Kaisers erscheint ganz nah und man glaubt förmilich die Gemsen unterhalb des Gipfels wandern zu sehen. Hach, Bayern ist einfach schön und Oberbayern ganz besonders!

Föhnstimmung
Blick auf das Kaisergebirge bei Föhn
Wendelstein
Leichter Föhn an Halloween, der Wendelstein ganz nah

Mal was zum schmunzeln

Fundstück
Fundstück: Huhu!